26. Juli 2021

Nicht wegschauen, sondern handeln!

Tag gegen Menschenhandel

Menschenhandel ist auch in Deutschland, mitten unter uns, ein Thema. Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen gehört zur täglichen Arbeit von contra, der Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein. Der Internationale Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli ist ein Anlass, daran zu erinnern. Denn unzählige Menschen werden durch Bedrohung, Gewalt oder Zwang in ihrer Selbstbestimmung stark eingeschränkt und zum Beispiel in der Pflege, im Haushalt, in der Landwirtschaft, als Au Pair und insbesondere in der Zwangsprostitution massiv ausgebeutet. Diese betrifft überwiegend Frauen. „Nach den Monaten im Lockdown finden Betroffene jetzt wieder vermehrt den Weg in die Beratung“, so Claudia Rabe von contra: „Viele Frauen sind seit der Corona-Pandemie in verschärfte Abhängigkeitsverhältnisses geraten. Einige von ihnen suchen aktuell bei contra Schutz, nachdem sie von vermeintlichen Freunden, Partnern oder Ehemännern in die Prostitution gezwungen worden waren.“ Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Auch die Radiokirche im NDR hat auf die Arbeit der Fachstelle contra hingewiesen  - und auf die Mitmach-Aktion "Süße Botschaft gegen bitteres Unrecht", in der durch den Kauf von Schokolade die Arbeit der Fachstelle und vor allem die Betroffenen selbst unterstützt werden können. Der Radiobeitrag von Autorin Susanne Richter vom 25. Juli im Rahmen von Momentmal auf NDR2 ist nachzuhören unter https://www.ndr.de/ndr2/programm/podcast4074.html oder direkt hier.

Die Kieler Nachrichten haben in ihrer Ausgabe am 30. Juli über das Thema berichtet und dabei besonders die Masche der Loverboys beleuchtet. Auch die online-Ausgabe des Straßenmagazins Hempels verweist auf die Arbeit von contra und die Schokoladenaktion. Danke für das große Interesse!