24. Juni 2022

Bundestag streicht §219a

Ein langer Weg zum Erfolg

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Der Vorstand der Frauendelegiertenkonferenz (FDK) und die Leitung des Frauenwerks freuen sich über den heutigen Beschluss des Bundestages, §219a aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. "Die Abschaffung war überfällig", sagt Hilde Credo vom Vorstand der FDK. Nach der Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel, die auf ihrer Homepage darauf hinweist, dass sie Abtreibungen vornimmt, hat die Frauendelegiertenkonferenz 2018 die Abschaffung von §219a in einer Resolution gefordert. Darin kritisiert sie auch, dass das Informationsrecht von Frauen massiv eingeschränkt werde. Für Susanne Sengstock, Leiterin des Frauenwerks, sind die Streichung von §218 aus dem Strafgesetzbuch und eine Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen in einem modernen Gesundheitsrecht die nächsten Meilensteine auf dem Weg dahin, dass Frauen im 21. Jahrhundert ein körperliches Selbstbestimmungsrecht bekommen und zugleich Unterstützung und Beratung erhalten, wenn sie diese im Falle einer Schwangerschaft suchen.