25. Februar 2022

Mit Angst und Sorge

Beten für den Frieden

©S.Sengstock

Mit Angst und Sorge  gehen viele Menschen in den heutigen und in die kommenden Tage angesichts von Krieg und den Drohungen, dass es noch schlimmer werden kann. Viele sind entsetzt.

Die Menschen in der Ukraine stehen vor einer ungewissen Zukunft. Schon seit acht Jahren dauern die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes. So viele Menschen verloren ihr Leben, sind verwundet, trauern um Angehörige, die getötet wurden. Es werden immer mehr.

Die Lage ist kompliziert. Es gibt in Teilen der Ukraine Menschen, die sich eher Russland zugehörig fühlen, andere orientieren sich mehr am Westen Europas. Und so viele sind des Krieges müde.

Auch in Russland sehnen sich viele Menschen nach dem Ende des Konfliktes. Auch wenn die Mehrzahl der russischen Bevölkerung das Agieren von Putin anscheinend richtig findet, so gibt es auch russische Menschen, die die Botschaft „Beendet den Krieg“ in die  Öffentlichkeit auf die Straße tragen und damit riskieren, verhaftet und drastisch bestraft zu werden.

Und bei uns? Da werden düstere Erinnerungen geweckt. An eigene Kriegs- und Fluchterfahrungen, an ein Leben im Kalten Krieg mit der permanenten Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen.

Es gibt eine große Sehnsucht nach Frieden. „Frieden schaffen – ohne Waffen“, das alte Motto ist wieder ganz aktuell.

 

So können wir beten:

Ewige, alle, die Angst haben vor Ungewissheit und Eskalation, lass das Wort der Verheißung hören, dass die Hoffnung auf den Frieden nie endet.

Alle, die den Konflikt anheizen, die ihren Gegnern nicht mehr zuhören, sondern nur noch Feindbilder aufbauen, Ewige, lass dein Wort hören, dass wir als Geschwister nur diese eine Welt haben, die den Frieden braucht.

Alle, die in diesem Konflikt betrügen und täuschen, lass auf dein Wort hören, das lebendig und schärfer ist als ein Schwert und alles ans Licht bringt.

Ewige, allen, die schwer traumatisiert sind, die Menschen und Güter und Habe verloren haben, lass sie dein Wort hören und erfahren, dass Brot und essen und sicheres Wohnen für sie sein wird.

Ewige, unser Gott, alle, die sich in diesem Konflikt kümmern, um Verwundete, um Traumatisierte und Verarmte: lass dein Wort hören von der Frucht, die geduldige Arbeit bringt.

Amen.

Wir vom Frauenwerk der Nordkirche danken Susanne Paul, Landespastorin für die Arbeit mit Frauen in der Ev-Luth. Landeskirche Hannover, für dieses Gebet.