22. April 2022

Schutz von Anfang an

Forderung zur Aufnahme von Geflüchteten

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Noch vor einigen Wochen war es undenkbar – jetzt nehmen wir in kurzer Zeit mehr Schutzsuchende in Deutschland auf, als in den letzten Jahren. Zurzeit sind es vor allem Frauen und Kinder; die privaten Initiativen zur Unterbringung und Betreuung der geflüchteten Frauen und Kinder leisten hier großartige Hilfe.
Im "Fachgremium Geflüchtete Frauen und Mädchen Schleswig-Holstein“ haben sich Expert*innen von Frauen-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Betroffene, sowie Kommunen und andere Institutionen zusammengeschlossen, um auf die besonderen Bedarfe und Bedürfnisse von geflohenen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen und Verbesserungen herbeizuführen. Beteiligt ist hier auch das Frauenwerk der Nordkirche. Dabei setzt sich das Fachgremium auch in dieser Zeit weiterhin für seine Grundforderung nach Schutz vor Gewalt von geflüchteten Frauen und Mädchen im Sinne einer vorbehaltslosen Umsetzung der Istanbul-Konvention ein. Gleichzeitig betont es in einem Forderungskatalog u.a. die Aufgabe des Staates, Schutz vor Gewalt zu gewährleisten -  immer und für alle Geflüchteten gleichwertig und von Anfang an.

Der Landesfrauenrat Schleswig-Holstein hat hierzu am 20. April eine Pressemitteilung veröffentlicht und verweist darin auf Mindestandards sowie auf eine nützliche Checkliste (aus dem Jahr 2017). 

Weitere Informationen und Empfehlungen zum Schutz vor Gewalt finden sich in einer Broschüre, die das Land Schleswig-Holstein (der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen) ebenfalls bereits im Jahr 2017 zusammengestellt hat.