Die Annemarie Grosch Frauenstiftung fördert seit kurzem ein neues Projekt, und zwar in Sambia. Dort hat die Herrnhuter Misionshilfe e.V. in Zusammenarbeit mit der Moravian Church of Zambia (MCZ) in der Region Ndola eine neue Berufsschule gebaut, um mehr Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen. Mit dem Projektantrag sollen vorrangig Frauen gefördert werden.
Leider müssen – wie in ganz Sambia – fast die Hälfte der Auszubildenden ihre Kurse zeitweise aussetzen müssen, da sie Schulgebühren oder Prüfungsgebühren nicht finanzieren können. Auch die Kosten für Fahrt, Essen oder gar notwendige Übernachtungen können häufig nicht aufgebracht werden. Besonders betroffen sind auch hier weibliche Auszubildende, da viele von ihnen von zu Hause aus keinerlei Unterstützung erfahren. Sie müssen daher häufig nebenher versuchen die finanziellen Mittel durch Nebentätigkeiten zu beschaffen und es kommt zu gravierenden Fehlzeiten während der Ausbildung.Dieses Berufsschulstipendium soll die jungen Frauen bis zum Ende ihrer einjährigen Ausbildung unterstützen. Es beinhaltet neben den Schulgebühren auch die Kosten für die staatlichen Prüfungen (VETA Examen), Verpflegung, Gesundheitsvorsorge, Schulmaterialien sowie gegebenenfalls Fahrt- und Übernachtungskosten und weitere während der Ausbildung entstehenden Kosten. So können die jungen Frauen unabhängig jeglicher ökonomischer Unterstützung eine Berufsausbildung machen, diese ohne finanziellen Druck abschließen und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhen.
Die Annemarie Grosch Frauenstiftung verfolgt seit 2009 den Zweck einer kirchlich verantworteten Förderung von Frauen und Mädchen. Sie unterstützt kirchliche und kirchennahe Frauenprojekte in Ländern, die von Armut geprägt sind. Die Stiftung gehört zum Frauenwerk der Nordkirche.