05.10.2022, 18.00 Uhr - 21.00 Uhr | Onlineveranstaltung - Für alle

Beteiligung deutscher weißer Frauen am Kolonialismus

Aus der Veranstaltungsreihe: Black Lives Matter – Schwarze Leben zählen Postkolonialistische Perspektiven entwickeln

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Zwischen 1884 und 1914/1919 besaß das Deutsche Kaiserreich
zahlreiche Kolonien. Dafür wurden nicht nur männliche Siedler angeworben,
sondern auch explizit weiße Frauen, die das ‚koloniale Projekt‘ sowohl
durch ihre Arbeitskraft als auch durch ihre Nachkommen unterstützen
sollten. Im Vortrag werden zwei zentrale Akteure im Fokus stehen: die
Deutsche Kolonialgesellschaft und der Frauenbund der Deutschen
Kolonialgesellschaft.

Referentin Catharina Wessing, Doktorandin an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltgesellschaft, Universität Bielefeld

Leitung Pastorin Joy Devakani Hoppe, Ökumenische Arbeitsstelle Weitblick Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein, Pastorin Daniela Konrädi, Kirchengemeinde St. Michael Hamburg-Bergedorf, Irene Pabst, Frauenwerk der Nordkirche, Dr. Michaela Will, Ev. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein

Ort online

Kosten keine

 

Veranstaltungsreihe Black Lives Matter – Schwarze Leben zählen
Postkolonialistische Perspektiven entwickeln

In dieser Veranstaltungsreihe geht es um Spurensuche und gesellschaftliche
Veränderungen. Der Kolonialismus hat Spuren hinterlassen,
die bis heute nachwirken – sei es in wirtschaftlichen Beziehungen,
im Zusammenleben in unserer Gesellschaft oder in der Kirche.
Nur wenn diese Verflechtungen erkannt werden, kann sich etwas ändern.
Dies beinhaltet einen selbstkritischen Blick darauf, wie Frauen und Kirche
am Kolonialismus beteiligt waren und auch heute noch rassistische Strukturen
unterstützen. Das Ziel dieser Auseinandersetzung ist die Umverteilung
von Macht und Privilegien. Dafür müssen die Stimmen von BIPoC
(Black Indigenious and People of Color) gehört werden.

 

Weitere Veranstaltungen aus der Reihe "Black Lives Matter – Schwarze Leben zählen":

Online-Veranstaltungen

MI, 23. November, 18-21 Uhr
Rassismuskritische Theologie – Chancen und Herausforderungen
Weil alle Menschen als Ebenbilder Gottes geschaffen wurden, ist Rassismus in theologischer Perspektive eine Sünde. Gleichzeitig sind Theologie und Kirche Räume, in denen Machtverhältnisse und Ideologien der Ungleichheit reproduziert werden. Der Vortrag möchte Impulse der Rassismuskritik für die Theologie vorstellen und zur Reflexion anregen, wie Kirche in diesem Zusammenhang ein »safer space« sein kann.
Referentin: Nathalie Eleyth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum
Zur Anmeldung

Alle Online-Veranstaltungen sind kostenfrei. Für 2023 ist eine weiterführende
Veranstaltung zu „Dekolonisierung von Kirche – konkrete
Projekte“ geplant.