16.09.2021, 19.00 Uhr - 21.00 Uhr | Online Veranstaltung - Für Frauen

Women’s talk: Care und Corona

Schwerpunkt Mensch-Natur-Verhältnis

Frauen reden miteinander.

Ersatztermin. Die Onlineveranstaltung wurde vom 12.06.21 auf diesen Termin verlegt.

Wir sollten reden: Über die Schwächen in unserem Pflegesystem, über die Verschiebung von Care-Arbeit in die private Sphäre und über die Verteilung der Geschlechterrollen dabei. Care-Arbeit ist die Grundlage für alles, als Beziehungswesen sind wir Menschen darauf angewiesen, dass Jemand für uns sorgt und dass wir für Andere sorgen. Und doch ist diese Arbeit oft unsichtbar, wird schlecht bezahlt oder als selbstverständlicher Service (von Frauen für Alle) vorausgesetzt. Die Corona-Krise wirkt dabei wie ein Brennglas auf bestehende Missstände und macht Notwendigkeiten von Veränderungen in der Sorge-Arbeit deutlich. Wertschätzung, Anerkennung, geschlechtergerechte Verteilung, eine faire Bezahlung sind die Stichworte.

In dieser Workshop-Reihe wollen wir im lockeren Gespräch unterschiedliche Blickweisen und Lösungsansätze kennenlernen, nachfragen und weiterdenken. Wie wirkt Arbeitszeitverkürzung gegen Altersarmut von Frauen? Was muss sich in der Wirtschaft verändern, damit genug Zeit und Kraft für Care-Arbeit bleibt? Was hat Sorge-Arbeit mit unserem Verhältnis zur Natur zu tun? Und wie entkommen wir endlich dem Gender-Gap?

Wir laden dazu ein sich über die eigenen Erlebnisse mit Care und Corona auszutauschen und zu entdecken wie die persönlichen Erfahrungen mit gesellschaftlichen Strukturen verstrickt sind – oder anders gesagt warum „Mehr Schlaf für Mütter“ eine politische Forderung ist und was wir tun können damit das Wirklichkeit wird.

In der letzten Gesprächsrunde legen wir den Schwerpunkt auf das Mensch-Natur-Verhältnis. Wir brauchen eine neue Mensch-Natur-Beziehung. Das Wissen darum ist längst da. Die feministische Theorie hat diese Erkenntnis schon lange. Die neuere Naturwissenschaft fördert immer mehr Wissen zu Tage, wie alles mit allem verbunden  ist und wie Menschen und die nicht-menschliche Natur aufeinander angewiesen sind.  Wie können wir diese Erkenntnis als Gemeinschaft und als Einzelne in Handeln umsetzen? Wir stellen Thesen aus einem Vorträge von Dr. Daniela Gottschlich vor, die sie im Frauenwerk der Nordkirche gehalten hat.

Im Gespräch vertiefen wir die Frage, welche Konsequenzen das feministische Konzept von „Caring with Natures“ (Sorgen mit Natur nicht für) hat. Wir schauen uns auch Konflikte an, in die wir als Menschen kommen, wenn wir uns konkret mit Natur, der Biene, den Raupen, dem Wald oder dem Boden in Beziehung setzen.

 

Termine:

Veranstalterinnen: Waltraud Waidelich, Flora Mennicken, Irene Pabst - Alle Frauenwerk der Nordkirche

Für diese Veranstaltung sind über die Ev. Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung der Nordkirche, staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung, Fördermittel vom Land Mecklenburg-Vorpommern beantragt.