Aktive Mitgestaltung und Methodenvielfalt im Transkulturellen Lernhaus der Frauen

Die multikulturelle Lerngruppe gestaltet den Lernprozess selbst aktiv mit.

Am Anfang steht das Kennenlernen mit Hilfe des Austauschs über die eigenen Biographien. Daraus entwickeln die Teilnehmerinnen die Themen, die sie im Lauf des Jahres näher erkunden wollen. Das können von Gruppe zu Gruppe unterschiedliche Themen sein. Alle erhalten eine Einführung in die Dialogmethode nach Johannes und Martina Hartkemeyer (Hartkemeyer, Martina und Johannes F. / Dhority Freeman L., Miteinander Denken. Das Geheimnis des Dialogs, Stuttgart 32001). Im Zentrum steht der Gedanke,

„… gemeinsam zu erkunden, was jeder von uns sagt, denkt, fühlt, darüber hinaus aber auch die tieferliegenden Beweggründe, Annahmen und Glaubenssätze, die dieses Sagen, Denken und Fühlen bestimmen.“ (David Bohm)

Diese Haltung wird durch Übungen vertieft und wird bei der Behandlung der konkreten Themen angewendet. Sie bildet das Fundament des Lernhauses. Auch die Grundgedanken der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg fließen ein. Weitere, kreative und auch non-verbale Methoden werden je nach Bedarf eingesetzt.

Die Teilnehmerinnen werden ermutigt, durch eigene Beiträge Wissen über die Wertvorstellungen und Regeln ihrer Kultur oder Elemente ihrer Spiritualität einzubringen.

Die konkrete Gestaltung der einzelnen Treffen wird von der Koordinierungsgruppe des jeweiligen Lernhauses unter Einbeziehung der Teilnehmerinnen vorbereitet. Die Koordinierungsgruppe besteht aus Frauen, die bereits Erfahrungen im transkulturellen Dialog haben und ist im Idealfall multikulturell zusammengesetzt.

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