Gebete für die Passionszeit

Lass neuen Mut wachsen!

[von Katja Hose, Frauenwerk der Nordkirche]

Das Furchtbarste an dem ganzen Übel aber war die Mutlosigkeit.

Das schreibt der antike Autor Thukydides im 5. Jh. v. Chr. über eine Pest-Epidemie. (Klaus Bergdolt, „Die Pest“, München 2006, S.22) Mut und Ermutigung wachsen heute in der Corona-Pandemie auf vielerlei Weise und wirken den eigenen Gefühlen von Unsicherheit und Angst, die sich unter der Oberfläche oder offensichtlich melden, entgegen. Etwas Hilfreiches und Sinnvolles tun zu können und kreativ zu werden im Widerstand gegen die Krise, stabilisiert uns.

Aber was kann ich tun, wenn ich nichts tun kann? Beten geht (fast) immer. Es lässt Mut wachsen und verbindet Menschen unsichtbar auch über große Entfernungen hinweg. Weltweit ist Menschenleben in dieser Krise durcheinandergeschüttelt und bedroht. Alle Geschlechter, Altersgruppen und Nationen sind betroffen. Das ist uns bewusst. Wir denken besonders an die Frauen und laden Sie und euch ein, das folgende Gebet so zu erweitern und zu verändern, wie es für Sie und euch gut ist.

Es sind sieben Bitten, so dass sich an jedem Tag der Woche eine ganz besonders zu Herzen nehmen lässt. Das Gebet kann unterstützt werden durch eine angezündete Kerze oder eine sich wiederholende Körperbewegung. Mut wächst zum Beispiel auch, wenn wir uns aus einer Verkrümmung in uns selbst aufrichten lassen und Gesicht, Arme und Hände ganz bewusst zum Himmel strecken.

Lass neuen Mut wachsen!

Hier gibt es die Gebete zum Download.