21. September 2026

Landesfrauenrat M-V:

Gleichstellung muss Teil der neuen Regierungsagenda werden

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Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich besorgt über das Ergebnis der Landtagswahl, bei der die AfD 38,2 Prozent der Stimmen erreicht hat. Gleichzeitig verweist der Verband auf die Wahltagsbefragungen, nach denen zwei Drittel der Frauen die AfD nicht gewählt haben. Dies wertet der Landesfrauenrat als deutliches Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und Gleichstellung.

Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen fordert der Landesfrauenrat, Gleichstellungspolitik von Beginn an verbindlich zu verankern. Dazu gehören der weitere Ausbau des Hilfesystems für von Gewalt betroffene Frauen, eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen sowie eine bessere Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum.

Darüber hinaus setzt sich der Landesfrauenrat für bessere Bildungs- und Berufschancen von Frauen ein, etwa durch einen stärkeren Zugang zu digitalen Berufsfeldern. Auch das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm müsse in der kommenden Legislaturperiode mit konkreten Zielen und ausreichenden finanziellen Mitteln umgesetzt werden.

„Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Die Koalitionsverhandlungen werden zeigen, ob Gleichstellungspolitik ernst genommen wird oder zur Randnotiz wird“, betont Geschäftsführerin Kathrin Herold. Der Landesfrauenrat kündigt an, den weiteren politischen Prozess fachlich und kritisch zu begleiten.

Für Rückfragen und weitere Informationen:  
Kathrin Herold, Geschäftsführerin Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern 
herold@landesfrauenrat-mv.de 
Tel.: 0176-45 99 52 6