Liebe*r Wegbegleiter*in,
jedes Jahr an Weihnachten wird es heilig. "Stille Nacht, heilige Nacht!" klingt es in Kirchen und auf Weihnachtsmärkten und vom heiligen Geschehen in Bethlehem wird erzählt. Aber was ist eigentlich heilig? Die Menschen, die vom Stern und von den Engeln an die Krippe geführt werden – Angesehene und Mächtige, Einfache und Ausgesonderte – erfahren das Heilige ultimativ und unmittelbar. Von ihnen erfahren wir: Heilig ist, was mich und mein Leben übersteigt, was mich in tiefes Staunen versetzt und mir die Sprache verschlägt. Heilig ist, was mich mit heller Freude flutet, die zu groß ist nur für mich allein, die nach außen drängt in überschwänglichem Jubel. Heilig ist, was mich ergreift, berührt, ja betrifft; was mir so kostbar ist, dass ich es bewahren, schützen und gleichzeitig mit anderen teilen möchte. In der Weihnachtsgeschichte tragen die Einfachen und Ausgesonderten das Heilige hinaus in die Welt und die Angesehenen und Mächtigen schützen es vor Gewalt und Korrumpierung. Was ist mir eigentlich so heilig, dass ich mich in dieser Weise dafür einsetze? Vielleicht ist die Weihnachtszeit genau dazu da, darüber nachzudenken.
Wir freuen uns auf neue Begegnungen im nächsten Jahr und wünschen heilige Weihnachten voller Staunen und Jubel!
Ihr/ Dein Team aus dem Frauenwerk der Nordkirche